Freitag, 1. September 2017

Rückblick: Besuch der Ausstellung "Essen außer Haus" im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte




Den Convivien-Besuch des Museums für Kunst und Kulturgeschichte am 27. August 2017 könnte man als reizenden Familienausflug bezeichnen. Immerhin fünf Slowfoodies trafen sich in der Bochumer Nachbarstadt, um die Ausstellung „Essen außer Haus“ zu besuchen. In drei Dortmunder Museen läuft die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kochbuchmuseum kuratierte Ausstellung seit Frühjahr 2017. Im Hoesch-Museum ist sie bereits ausgelaufen, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte läuft sie nach bis zum 1. Oktober, im Brauerei-Museum noch bis Weihnachten 2017.

Die kleine Exponate-Auswahl von Reisebestecken, Kochgeräten und Kochbüchern ermöglichte eine amüsanten Einblick in die Kulturgeschichte des Kochens und Essens in der jüngeren Geschichte und verdeutlichte, wie sehr sich die Essgewohnheiten in den letzten 100 Jahren verändert haben und sich vom häuslichen Herd und Küchentisch nach draußen verlagert hat. Da lag es auf der Hand, dass der Museumsbesuch mit einem Ausflug an den Phoenixsee gekrönt wurde, um sich bei strahlendem Sonnenschein außer Haus in der Kult-Pommesbude „Wurst mit Soße“ an Pommes mit Trüffelsauce zu laben.
Fotos: Manfred Vorbrugg/ Peter Krauskopf (1)
















Montag, 14. August 2017

Rückblick: Besuch auf der Gourmetmeile "Bochum kulinarisch", 9.8.2017

Glück mit dem Wetter hatten die Mitglieder von Slow Food Bochum, als sie sich am Eröffnungstag auf der Gourmetmeile "Bochum kulinarisch" trafen. Das Wetter war fantastisch - genauso wie das Essen am Stand von Takeshi, der für den Rest des Abends gar nicht mehr verlassen wurde: Sushi, Sake, Onsenei - viel besser konnte man gar nicht essen. Da störten auch nicht Schlangen, in denen man darauf warten musste.















Dienstag, 1. August 2017

Einladung: Gemeinsamer Besuch der Ausstellung „Essen außer Haus“ in Dortmund, 27. August 2017



© Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Gestaltung: Holger Drees

Das Deutsche Kochbuchmuseum präsentiert in diesem Sommer die Ausstellung „Essen außer Haus. Vom Henkelmann zum Drehspieß“ in drei Dortmunder Museen. Wir wollen am 27. August 2017 ganz zwanglos die Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte besuchen.

Aus dem Ausstellungsflyer:
„Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Essens außer Haus seit 150 Jahren. Veränderte Familienstrukturen, ein getakteter Tag und eine erhöhte Mobilität wirkten sich wie der Fortschritt in der Lebensmittelindustrie, verbesserte hygienische Bedingungen und der Zuzug von Migranten auf die Ernährung aus – gerade außerhalb des Hauses. Butterbrot und Kantine am Arbeitsplatz sind daher in der Ausstellung ebenso Thema wie Restaurantbesuche oder Lieferdienste und Speisen auf die Hand wie Döner, Pommes oder Reibekuchen.“

Wir treffen uns am 27. August 2017 um 11 Uhr an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte 44137 Dortmund, Hansastr. 3 um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro, unter 18 Jahren frei.

Weitere Infos hier.

Bitte gebt bis zum 26. August unter peter.krauskopf@web.de Bescheid, ob ihr kommt.

Einladung: Gemeinsamer Besuch von "Bochum kulinarisch" am 9. August 2017



 Spezialitäten auf Bochum kulinarisch:
Bellota-Schinken und Austern mit Schwarzbier.

Vom 9. bis zum 13. August 2017 findet in der Innenstadt die Gourmetmeile „Bochum kulinarisch“ statt. 16 Bochumer Restaurants präsentieren sich mit ihren Ständen auf dem Massenberg Boulevard. Als besondere Spzialität wird in diesem Jahr eine Art "Bochumer Gedeck" angeboten: Austern aus Zeeland mit Schwarzbier von Moritz Fiege.  Vorbild dafür ist die traditionelle irirsche Kombonation von Austern und Guimnnes. und selbstverständlich ist wieder ein spanischer Contador anwesend, der den Bellota-Schinken frisch aufschneidet.

Slow Food Bochum trifft sich am Mittwoch, den 9. August um 19 Uhr am Stand von Takeshi, um von dort aus dann die Lage zu erkunden. Der Stand von Takeshi hat die Nummer 15 und befindet sich vor Baltz, gegenüber des Kuhhirten-Denkmals.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch bis zum 6. August bei peter.krauskopf@web.de anmelden würdet, damit wir wissen, mit wie vielen wir zu rechnen haben.

Hier geht es zur Internetseite von Takeshi auf Bochum kulinarisch: http://www.bochum-kulinarisch.de/restaurants/takeshi/index.php

Mittwoch, 17. Mai 2017

Einladung: Kochen auf dem Ibing-Hof, 24.6.2017

Die Veranstaltung musste leider ausfallen!


Am 2. Juli 2016 waren wir zum letzten Mal auf dem Ibing-Hof zu Gast.
Da die damalige Veranstaltung (Hofbesichtigung/Spaziergang durch die Felder, Kochen und Genießen/Verspeisen) so gut angekommen war, hatten wir damals schon in Abstimmung mit den Gastgebern zugesagt, uns am gleichen Ort einmal wieder zu treffen.
Und das Versprechen wird jetzt eingelöst, weshalb Slow Food Bochum am Samstag, 24.06.2107 zu einem gemeinsamen Kochen und Essen einlädt.
Dazu werden wir u. a. mit „Huhn, Ei und Fisch“ ein mehrgängiges Menü zubereiten.
Hier die vorläufige Planung des Menüs (Änderungen vorbehalten):

• Lammleber-Creme auf Crostini
• Essenz von zweierlei Freilandhühnern mit Kräutern und Gemüseeinlage
• Fisch im Gemüse-Mantel mit einer Wasabi-Mayonnaise
• Pasta mit Pesto von Dickebohnen
• Scharlotten-Tarte mit Schlag

Das gemeinsame Kochen wird wieder in der Küche des alten Bauernhauses der Eheleute Gehlen-Bremer in Wetter stattfinden.
Beginn ist 12 Uhr.
Die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen auf 10 Personen begrenzt, davon können 5 in der Küche mitwirken (bereits ab 11 Uhr!)
Während die Einen also kochen, werden die Übrigen Gelegenheit haben, an einer kleinen, ca. 1 ½ stündigen Führung durch Frau Gehlen-Bremer über den Hof und die wunderbaren Wiesen teilzunehmen (das spätere kräuterdurchzogen Heu ist so sauber, dass es von vielen Köchen zum Kochen verwendet wird!).

Danach wird es das Mittagessen an der langen Tafel geben, bei dem Produkte des Hofes und der Umgebung verarbeitet worden sind.

Grundsätzlich ist es an diesem Tag möglich, Eier, Hühner und auch Würste sowie Lammwolljacken, Seife u.a. zu kaufen. Das Angebot ist jedoch von vielen Dingen abhängig, die bei Veröffentlichung dieses Textes noch nicht überschaubar sind.

Die Teilnahme kostet einheitlich 50 Euro (€ 55 für Nicht-Mitglieder), für die Getränke wird vor Ort gesammelt.

Zum Anmeldeformular hier klicken. Anmeldeschluss ist Montag, der 12. Juni 2017.

Hinweis:
die Anmeldung wird erst wirksam nach Eingang des oben genannten Preises auf dem SF- Konto von Manfred Vorbrugg mit der
IBAN DE17 3022 0190 0014 8101 88, BIC: HYVEDEMM414
Wer als Koch teilnehmen möchte, setze bitte bei der Anmeldung rechts im Formular hinter seinen Nachnamen den Hinweis „Koch“.
Wer sich zu spät anmeldet, wird angeschrieben, der Betrag natürlich zurücküberwiesen.

Die max. Anzahl der Köche ist erreicht.
Daher keine „Koch“-Anmeldungen mehr!

Nachsatz:
Weitere Infos zum Ibing-Hof finden Sie, wenn Sie hier in unserem Auftritt nachschauen unter „Einkaufs- /EssensTipps“, dann den „Marktplatz“ anklicken, ganz unten auf „Bauernhöfe“ tippen und dann finden Sie unseren „Bauernhof in Wetter“.
Oder die Zeile anklicken!


Verantwortliche Organisatorin: Monika Johannes-Vorbrugg

Montag, 24. April 2017

Rückblick: Ein nachösterliches Menü vom Zicklein, 21.4.2017



Auf dem Ziegenhof Sondermann in Dorsten

Alles begann damit, dass der Genießer in Frühjahr für die Zeitschrift RUHRGEBEEF einen Bericht über den Ziegenhof Sondermann in Dorsten schrieb. Im Interview dazu erklärte die Bäuerin Frau Dr. Stephanie Papenbrock, dass um Ostern herum jene Böckchen, die nicht zum Erhalt der Herde und der Käseproduktion gebraucht würden, komplett als Zicklenbraten zu kaufen seien – „sofern Herr Rosin nicht schneller ist“. Denn der fernsehbekannte Sternekoch aus der Dorstener Nachbarschaft gehört zu den Hauptkunden des Ziegenhofs Sondermann.

Also fackelte der Genießer nicht lange und schnappte Frank Rosin ein Zicklein vor der Nase weg, um damit gemeinsam mit den Freunden von Slow Food Bochum ein nachösterliches Menü zuzubereiten, mit dem gleichzeitig auch das 25-jährige Bestehen von Slow Food Deutschland gefeiert wurde.

12 Kilogramm brachte das Zicklein auf die Waage

Etwa acht Wochen nach dem Interviewtermin war es dann soweit. Bei einem weiteren Ausflug in die Hohe Mark wurde das komplette etwa 12 Kilogramm schwere Zicklein abgeholt, allerdings wurde es noch auf dem Hof grob zerlegt. Auch die Innereien gehörten dazu und eine große Tüte immer noch duftendes Heu. Aus den geschmorten Keulen und Haxen sollte der Hauptgang entstehen, die kurzgebratenen kleinen Filets sollten zum Salat gereicht werden und die Leber zu Knödeln verarbeitet werden, als Einlage zu einer Ziegenbrühe. Fürs Amuse gueulle und Dessert sollten verschiedene Ziegenkäse verarbeitet werden.


In Buttermilch eingelegte und mit
Kräutern gewürzte Keulen und Haxen auf dem Blech

Austragungsort der Kochsession war dann die Küche von Katrin Manzkes Manufaktur „im Glas“ in Bochum-Dahlhausen. Bereits am Vortag wurden die Keulen und Haxen pariert und mit Kräutern und Knoblauch in Buttermilch eingelegt. Aus Fleisch- und Knochenresten, Suppengrün und Fenchel wurde über drei Stunden ein großer Topf voll Brühe gekocht. Ebenfalls wurde jetzt schon eine Miniatur-Torta pasqualina gebacken, ein Blätterteig-Pastetchen mit Ziegenfrischkäsefüllung und Wachteleiern, das Bestandteil des Amuse geulles werden sollte.

Katrin schiebt die mit Heu
abgedeckten Keulen in den Ofen.

Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Die mit Thymian, Oregano und Knoblauch belegten Keulen wurden in den Ofen geschoben, wo sie unter einer dicken Decke von Heu erst bei 160, dann bei 80 bis 100 Grad ca. fünf Stunden vor sich hin schmorten. Die anfängliche Skepsis, ob das Zicklen mit drei Tagen genügend lang abgehangen wäre, war hinfällig. Das Fleisch wurde zart, an einigen Stellen hatte es allerdings noch einen herzhaften, aber nicht störenden Biss.

Mini-Torta pasqualina

Dann ging es an die Herstellung der anderen Gänge und Beilagen. Zum Amuse gueulle gab es Variationen von Pumpernickel und Ziegenkäse: die bewährten geschichteten Dominosteine mit Ziegengouda, die legendäre Westfälische Auster, bei der auf einem mit Katrins Zwiebelmarmelade bestrichenen Pumpernickeltaler eine gleichgroße Scheibe Ziegencamembert zum Schmelzen gebracht wurde, und die bereits erwähnte Mini-Torta pasqualina.

Kräutermann Michael bringt Wildkräuter für den Salat.

Der Salat war dann eine ganz besondere regionale Spezialität. Katrins Nachbar und Kräuterspezialist Michael hatte in den Dahlhausener Ruhrwiesen die Wildkräuter Knoblauchsrauke, Giersch, Brennnessel und Gundermann gesammelt, die gemeinsam mit ein paar Blattsalaten und den kurzgebratenen Ziegenfilets eine herb-köstliche, frühlingshafte Komposition ergaben.

Ziegenleber und Speck werden für die Knödel durchgedreht.

Die am Vortag gekochte und weitgehend geklärte Brühe war die Grundlage für die Ziegenleberknödelsuppe. Für die Knödel wurde die 400 Gramm schwere Leber mit 300 Gramm durchwachsenen Speck und einem in Milch eingeweichten Brötchen durch den Wolf gedreht und diese Masse dann mit einem Ei, Pfeffer, Salz, Majoran und zusätzlichen Semmelbröseln zu einem Knödelteig verarbeitet. Die Knödel wurden separat in Wasser gargezogen und kamen dann in heiße Brühe.

Mairübchen und Karotten 

Stielmus

Als Beilagen zu den Keulen des Hauptgangs gab es – neben köstlichen neuen Kartoffeln - saisonbedingt eine Variation von der Rübe. Das Grün wurde zu einem feinen Stielmus mit westfälischem Knochenschinken verarbeitet, dazu gab es glasierte Mini-Mairübchen und Karotten. Für die Sauce wurden Brühe und Rotwein zu gleichen Teilen eingekocht und mit kalter Butter montiert – das musste nichts mehr gewürzt werden.

Rhabarber

Zu guter Letzt gab es natürlich auch ein Dessert. Auch hier wurde auf die Saisaon geachtet und ein Rhabarber-Kompott mit Orangen, Ingwer und Mangomarmelade zubereitet und dann mit einer Mascarpone-Ziegenfrischkäse-Créme in Gläser geschichtet.

Katrin und Peter tischen auf.


Das Menü 

Amuse gueulle
Mini-Torta pasqualina
Westfälische Auster
Dominostein

 Wildkräutersalat mit Ziegenfilet

 Leberknödelsuppe von der Ziege

 Keule vom Zicklein mit Dreierlei von der Rübe

Rhabarber-Kompott mit
Mascarpone-Ziegenfrischkäse-Crème

 Gegessen wurde dann in im Vortragssaal der Manufaktur „im Glas“, wo Katrin eine wunderschöne frühlingshafte Lange Tafel eingedeckt hatte. Hier zog sich das fröhliche Schmausen dann den ganzen Abend hin, wobei sich alle von dem feinen Geschmack des Ziegenfleisches begeistert zeigten. Er unterschied sich deutlich von Lamm, Schwein oder Rind, hatte aber überhaupt nichts Scharfes oder Penetrantes, wie es das Vorurteil über die sog. „Bergmannskuh“ oder das „Eisenbahnerkalb“ will. Als Weine wurden dazu die Cuvée „Guilleaume“ vom Weingut Becker in der Pfalz und ein Rosé gereicht. Slowfoodie Max hatte zusätzlich noch einen Lugana und einen Merlot von der Cascina Le Presigle am Gardasee mitgebracht.

Noch mehr als vom Essen selbst war der Genießer von den Aggregatzustanden beeindruckt, die die Küche der Manufaktur „im Glas“ im Laufe des Tages durchmachte und die ihn so manches Mal in stiller Verzweiflung auf einen Stuhl plumpsen ließen. Erst verwandelten die langsam eintrudelnden mitkochenden Slowfoodies die Küche in ein Schlachtfeld, dann unter tatkräftiger Assistenz der dazukommenden Mit-Esser in eine Partyzone, doch zum Schluss des Abends wiederum als blitzende Clean-Up-Area in eine tadellose Produktionsstätte für Katrins Feinkostprodukte.

In der Küche




 

 


An der Langen Tafel

 






Beim Spülen



Links zu den Rezepten

Mini-Torta pasqualina klick hier
Westfalische Auster klick hier

Holundersenfdressing für Wildkräutersalat klick hier

Leberknödelsuppe klick hier

Zicklein im Heumantel klick hier
Mairübchen-Carpaccio klick hier
Stielmus klick hier

Rhabarber-Mascarpone-Dessert klick hier 

Die Weine

 Weingut Friedrich Becker / Pfalz
2013 Rotweincuvée “Guillaume"
Cabernet Sauvignon, Merlot, Schwarzriesling, Dornfelder

Cascina le Preseglie / Lombardei 
 2015 Garda Merlot DOC "Kundalini"

Cascina le Preseglie / Lombardei
  2015 Lugana DOC "Hamsa"