Montag, 20. März 2017

Einladung zum Kochen und Essen: Ein nach-österliches Menü vom Zicklein, 21.4.2017

Eine Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen von Slow Food Deutschland

 Ziegen auf dem Hof Sondermann

Es ist gelungen, uns beim Ziegenhof Sondermann in Dorsten ein komplettesjunges Zicklein reservieren zu lassen. Sondermann ist für seine Ziegenkäse-Spezialitäten in der Region bekannt und züchtet die Ziegen für seine Herde selbst nach. Den Überschuss an männlichen Lämmern verkauft der Hof in der Regel an die Spitzengastronomie in der Umgebung.

Deswegen läd Slow Food Bochum am Freitag, 21.4.2107 zu einem nach-österlichen gemeinsamen Kochen und Essen ein. Dazu werden wir aus unserem Zicklein ein mehrgängiges Menü zubereiten, bei dem wir möglichst alle Teile des Tieres verwenden wollen.

Zicklein im Heumantel

Hier die vorläufige Planung des Menüs (Änderungen vorbehalten):
  • Amuse gueulle von Pumpernickel und Ziegenschnittkäse
  • Kräutersalat mit gebratenem Ziegenrücken
  • Leberknödelsuppe von der Ziege
  • Zicklein im Heumantel mit Stielmus und Mairübchen
  • Rhabarber-Dessert mit Ziegenfrischkäse-Crème

Das gemeinsame Kochen wird wie gewohnt in der Küche der Manufaktur „im Glas“ von Katrin in Bochum-Dahlhausen stattfinden. Aus Platzgründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Beim Kochen am Nachmittag des 21. Aprils können insgesamt 5 Personen teilnehmen. Beginn ist 15 Uhr.
Die Vorbereitung des Fleisches wird schon am Tag zuvor, 20. April, beginnen. Wer Zeit hat, kann dann schon dazukommen (bitte telef. Anmeldung bei Katrin).

Zum abendlichen gemeinsamen Essen können dann noch einmal 5 Personen dazustoßen, so dass wir mit 10 Leuten an der langen Tafel sitzen.
Beginn des Essens ist 19 Uhr.


Anmeldung und Preis:
Zur Anmeldung und Preis-Info bitte hier klicken.

Wer am Nachmittag des 21. mitkochen möchte:
bei der Anmeldung ausschließlich über das Internet-Formular hinter den Nachnamen zusätzlich „Küche“ eintragen.
Bei Ehepaaren daher bitte Einzelanmeldungen.

Hinweis:
Und bitte daran denken:
die Anmeldung wird erst wirksam nach Eingang des oben genannten Preises auf dem SF- Konto von Manfred Vorbrugg mit der
IBAN DE17 3022 0190 0014 8101 88, BIC: HYVEDEMM414

Fotos: Peter Krauskopf

Sonntag, 12. März 2017

Rückblick: Frühschoppen auf der Weinmesse Rheinland-Pfalz. 12.3.2017


Die meisten Bochumer Slowfoodies haben wohl das schöne Frühlingswetter für einen Ausflug ins Grüne genutzt. Zum nicht minder entspannten Conviviums-Frühschoppen heute auf der Weinmesse Rheinland-Pfalz in der Bochumer Jahrhunderthalle kamen leider nur sechs Weinliebhaber, darunter immerhin ein Gast aus dem fernen CV Südlicher Teutoburger Wald.

Die Weinfreunde hatten aber ihren Spaß in der imposanten Kulisse der Jahrhunderthalle, nicht zuletzt wegen der wunderbaren Weine der Güter Matheus und Stauffer. (Die restlichen Weingüter kamen später dran, naja, nicht alle.)

 Winzer Gunther Matheus

 Frühling in der Jahrhunderthalle

Carolin Stauffer vom gleichnamigen Weingut



Sonntag, 26. Februar 2017

Rückblick: Grünkohl-Essen von Slow Food Bochum




Zum Abschluss der diesjährigen Saison traf sich Slow Food Bochum am 22.2.2017 zu einem großen gemütlichen Grünkohl-Essen in Katrins Manufaktur "im Glas". Die Teilnehmer hatten zu Hause verschiedene Gerichte mit dem Wintergemüse zubereitet, die in der Manufaktur-Küche ihr Finish bekamen.

Aufgetragen wurden:

Knusprige Grünkohl-Chips von Wiebke zum Knabbern. (Rezept hier)

Mit Orangen-Dressing massierter Grünkohl-Salat von Katrin und Peter. (Rezept hier)

Grünkohl-Crème-Süppchen von Dieter (Rezept hier)

Asiatisches Grünkohl-Curry mit Lachs von Monika. (Rezept hier)

Klassischer Grünkohl mit hausgemachtem Pinkel von Peter. (Rezepz hier)

Grünkohl-Dessert mit Yoghurt und Quinoa-Crunch von Katrin. (Rezept hier)







Noch mehr schöne Bilder auf Facebook. Klick hier.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Einladung: Frühschoppen und Weinprobe auf der Weinmesse Rheinland-Pfalz in Bochum, 12. März



Vom 10. bis zum 12. März findet zum 10. Mal die Weinmesse Rheinland-Pfalz in Bochum statt. Die Jahrhunderthalle verwandelt sich dafür in ein Winzerparadies. Über 50 Erzeuger aus Rheinland-Pfalz präsentieren in der gewaltigen Industriekathedrale ihre Weine. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um „große“ Namen, sondern um kontinuierlich arbeitende Winzer, die jenseits des schillernden Wein-Marketings ihre Position behaupten müssen. Der Weinkenner kann dort so manche Entdeckung machen.

Slow Food Bochum trifft sich auf der Weinmesse am Sonntag, den 12. März 2017, zu einem Frühschoppen mit Weinprobe beim Weingut Matheus aus Piesport an der Mosel. Günter Matheus und seine Frau präsentieren uns sieben Weine aus seinem Angebot; vermutlich hat er auch noch die eine oder andere Rarität dabei. Nach dieser Weinprobe steht einem Bummel über die Messe mit Einkehr bei andern Winzern nichts mehr im Wege. Bei allen Winzern besteht die Möglichkeit, Weine zu kaufen

Gemeinsamer Treffpunkt ist am 12. März 2017 um 12 Uhr im Foyer der Jahrhunderthalle. Slow Food Bochum bedankt sich bei der Weinmesse Rheinland-Pfalz für die Einladung. Der Eintritt ist für die ersten 15 Slow-Food-Mitglieder frei.
Daher bitte unbedingt bis zum 10.03.17 hier anmelden.
Anmelder darüber hinaus, Nachzügler und Nicht-Mitglieder müssen den Messe-Eintritt von 12 Euro bezahlen.

Foto uns Text: Peter Krauskopf

Montag, 30. Januar 2017

Netzwerk gestartet: „Gute Lebensmittel im Revier“




Workshop-Teilnehmer – Mittagspause im Bürgerhaus Oststadt

Mit einem Workshop im Bürgerhaus Oststadt hat Slow Food Essen im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europa 2017 – Essen“ das Projekt „Gute Lebensmittel im Revier“ auf den Weg gebracht. Über 60 Teilnehmer – Erzeuger, Produzenten, Händler und interessierte Bürger aus Essen, Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Velbert und vom Niederrhein – verfolgten mit hohem Interesse den Vorträgen „“Was ist Qualität“ und „Was ist ein gutes Lebensmittel“ sowie den Beiträgen zur Gestaltung des Netzwerks
.

Dr. H.-E-Kniepkamp, Leiter Qualitätskommission
Slow Food Deutschland
und der Qualitätskommission der Messe
„Markt des Guten Geschmacks“.
Fotos: Sonja Broy (Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH)

Intensiv wurden die Fragen diskutiert, wie sich ein Netzwerk „Gute Lebensmittel im Revier“ aufstellt, wie z. B. Bio-Erzeuger und konventionelle Erzeuger zusammenarbeiten können. Übereinstimmend waren die Teilnehmer der Meinung, dass es Kriterien geben muss, was ist in einem guten Lebensmittel nötig, was nicht und dass die Überprüfung geregelt werden muss.

Die Teilnehmer am Workshop waren sich einig, das Netzwerk „Gute Lebensmittel im Revier“ zu starten. Für Austausch, Unterstützung, Wissenstransfer und Weiterentwicklung untereinander.

Vor allem auch mit Transparenz für die Verbraucher. Dieses wird nach außen sichtbar sein – durch eine WEB-Seite, durch eine App und durch eine Plakette für die Mitglieder des Netzwerkes „Wir gehören dazu – Gute Lebensmittel im Revier“. Interessierte Erzeuger, Produzenten, Züchter und interessierte Konsumenten erhalten weitere Informationen zum Netzwerk bei Slow Food essen@slowfood.de.

Eine Pressemitteilung von Slow Food Essen.

Dienstag, 24. Januar 2017

Rückblick: Neujahrstreffen im Ratskeller Bochum



Wir warten aufs Essen

Am 18. Januar trafen sich etwa 12 Mitglieder und Gäste von Slow Food Bochum im Ratskeller, der Gastronomie im Bochumer Rathaus zum Neujahrsstammtisch. Die Wahl auf den Ratskeller wegen seiner zentralen Lage.

Slow Food Bochum steht immer wieder vor dem Problem, in der Stadt geeignete Lokale zu finden, die den Vorstellungen unseres Vereins entsprechen und regionale, handwerklich hergestellte Gerichte aus „gut, sauber und fair“ produzierten Zutaten auf den Tisch bringen. Das Konzept der „Deutschen Tapas“, das Ratskeller-Betreiber Thorsten Bordihn verfolgt, kommt dem immerhin etwas nahe. Er bietet traditionelle deutsche Hausmannskost, die er frisch zubereitet in kleinen Portionen an und die man miteiender kombinieren kann. So stand einem gemütlichen Abend, bei dem sich die Slowfoodies beim Essen zwanglos miteinander unterhalten konnten, nichts im Wege.

Dem Slow Food-Gedanken einer „Langen Tafel“ wäre der Abend näher gekommen, wenn es eine bessre Beratung durch die Bedienung gegeben hätte. Das Konzept der „Deutschen Tapas“ sieht nämlich vor, dass eine Gruppe von Gästen mehrere kleine Portionen bestellt, von denen dann gemeinsam gegessen wird. So aß aber jeder nur das, was er für sich bestellt hatte.

Tafelspitzbouillon
 
Süßkartoffelsuppe

Rindergulasch

 Original Wiener Kalbsschnitzel

 Rindergulasch, Spitzkohl und Serviettenknödel
auf einem Teller

Sauerbraten

Arme Ritter
 
 Zitronensorbet

Samstag, 7. Januar 2017

Einladung: Stammtisch im Ratskeller, Bochum, 18.1.

Sauerbraten als Tapas-Portion im Ratskeller

Eigentlich ist der Ratskeller im Bochumer Rathaus eine Event-Location für Konzerte und After-Work-Partys. Doch als der Gastronom Thorsten Bordihn das schwierige Traditionslokal im letzten Herbst übernahm, setzte er auf ein für Slow Food interessantes kulinarisches Konzept, das er mit dem etwas seltsamen Namen „German Tapas“ umschrieb: deutsche Hausmannskost-Gerichte in Portionsgrößen wie die die beliebte spanische Kneipenkost. Mittlerweile ist die Karte verbessert und überarbeitet worden und das Team hat sich, wie man hört, eingespielt.
Das ist eine gute Voraussetzung, dass sich Slow Food Bochum dort zu einem zwanglosen Jahresanfangs-Stammtisch trifft. Da können wir über unsere Aktivitäten in 2017 sprechen oder ganz einfach essen und trinken und testen, ob der Ratskeller die regionale Restaurantlandschaft in Bochum bereichert.

18.1.2017, 19 Uhr. 
JB im Ratskeller, Bochum, Willy-Brandt-Platz 1 (im Rathaus).

Eine Bitte: wir haben einen Tisch für 10 Personen reserviert. Diese Zahl wird schon fast durch die Mitglieder des INI-Kreises erreicht.
Daher: bitte über das Formular hier bis zum 17. anmelden! So können wir problemlos nach den Anforderungen den Platz der Nachfrage anpassen.

Donnerstag, 10. November 2016

Rückschau: Pumpernickelverkostung


Pumpernickel-Verkostung: Konzentration ist angesagt.

Der Termin war Zufall. Am Tag nach der denkwürdigen US-Wahl trafen sich gestern 13 Slowfoodies des CV Bochum in Katrin Manzkes Manufaktur „im Glas“ in Bochum-Dahlhausen zu einer westfälischen Brotzeit, die dem Pumpernickel gewidmet war. Gleichzeitig sollten bei einer Blindverkostung die Unterschiede von handwerklich und industriell hergestelltem Pumpernickel herausgeschmeckt werden. Dabei zeigte es sich, dass es auch bei kulinarischen Dingen unberechenbar ist, wenn man "dem Volk aufs Mauls" schaut.


 Entree zum fröhlichen Schmaus:
Pumpernickel-Türmchen mit westflischem Bierkäse,
Strammer Max vom Wachtelei und Preiselbeer-Leberwurst-Praline

Schinken und Rauchfleisch von der
Metzgerei Burchardt in Essen-Kupferdreh

 Westfälische Käsespezialitäten von der Molkerei Söbbeke,
gekauft bei Karsten Buhr im Biom-Markt Bochum

Harzer-Käse-Spezialitäten
Homemade Matjessalat, Rezept hier
 Bier aus Gelsenkirchen
Homemeade Pumpernickelparfait
mit Sauerkirschen und Sahne

Doch bevor es zum fröhlichen Schmaus um die Schwarzbrotspezialität, Käse und Schinken aus Westfalen, hausgemachtem Heringssalat und Pumpernickelparfait sowie Gelsenkirchener Bier ging, wurde hart gearbeitet. In der Blindverkostung wurden Pumpernickel von sechs verschiedenen Herstellern getestet. Zwar liegen die Produkte von Marktführer Mestemacher und anderer Großbäckereien in jedem Supermarkt, doch „der Verbrauch von Pumpernickel geht immer weiter zurück“, bemerkte Gunter Enking von der Traditionsbäckerei Enking’s Mühle in Emsbüren Slow Food Bochum gegenüber. So bemüht sich Slow Food Münster auch, Pumpernickel in die „Arche des Geschmacks“ aufnehmen zu lassen, die sich der Förderung aussterbender Lebensmittel widmet.

Nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches besteht Pumpernickel ausschließlich aus Roggenbackschrot und/oder Roggenvollkornschrot. Die vollen Körner werden warmem Wasser aufgequollen, damit sie backfähig werden. Wird Pumpernickel aus Vollkornschrot hergestellt, so stammt die zugesetzte Säuremenge zu mindestens zwei Dritteln aus Sauerteig. Die Backzeit in geschlossenen Backformen muss mindestens 16 Stunden betragen. Durch die lange Backzeit entsteht das typische karamellartige bittersüße Aroma.

Häufig kommen aber noch weitere Zutaten hinzu, die das Backergebnis gefälliger machen: Salz und Zuckerrübensirup für den Geschmack oder Zuckercouleur für die Farbe.

Die vorbereiteten Verkostungsteller

Verkostet wurden von Slow Food Bochum die Produkte von drei handwerklich arbeiteten Betrieben, zwei industriellen Großbäckereien und ein Bio-Pumpernickel. Vier der Probanden backen ihr Pumpernickel nach dem ursprünglichen Rezept, zwei geben zusätzliche Zutaten hinzu: der Marktführer Mestemacher und der handwerkliche arbeitende Betrieb Haverland.

Holtermann, handwerklich arbeitender Familienbetrieb in Seppenrade: Roggenvollkornschrot, Wasser und Salz, sonst nichts. 16 Stunden backt das Brot bei von 190 auf 130 Grad fallenden Temperaturen.

Enking (handwerklich arbeitender Familienbetrieb in Emsbüren): Wir stellen unser Brot frei von jeglichen Zusätzen aus täglich frisch in unserer eigenen Mühle geschrotetem Roggen und Wasser her.

Haverland (handwerklich arbeitender Betrieb in Soest, gehört heute der Kuchenmeister GmbH in Werl). Neben Roggenvollkornschrot und Wasser werden auch Zuckerrübensirup, Salz, Gerstenmalzextrakt und Roggenmehl eingesetzt.

Prünte (industrielle Großbäckerei in Gelsenkirchen): Roggenschrot, Wasser, Salz und Hefe. Mindestens 20 Stunden wird er in speziellen Dampfbackkammern unter niedrigen Temperaturen um die 100°C gebacken, oder vielmehr „dampfgegart“.

Mestemacher (industrielle Großbäckerei in Gütersloh): Roggenvollkornschrot, Wasser, Rübensirup, Salz, Malzextrakt (Gerste), Hefe.

Davert (Bio-Vertrieb in Ascheberg): Roggenvollkornschrot, Wasser, Meersalz.

Bei der Verkostung wussten die Verkoster nicht, um welches Produkt es sich jeweils handelte. Als Bewertungs-Kriterien wurden ihnen Farbe, Körnung, Konsistenz, Duft, Geschmack vorgeschlagen. Nach der Verkostung aller Brote vergaben sie vergleichend pro Brot 1 bis 6 Punkte, wobei die 6 Punkte für das Pumpernickel stand, das ihnen am besten schmeckte. Anschließend wurden die Punkte zusammengezählt, so dass das Brot mit der höchsten Punktzahl als das „beste“ war.

Das Ergebnis war gewissermaßen ernüchternd. Die dem Slow-Food-Gedanken am nächsten stehenden handwerklich in Familienbetrieben, nach traditionellem Rezept gebackenen, eher herben und trockeneren Pumpernickel belegten die letzten Plätze, während der gefällig aufgepeppte, süßlich-saftige Marktführer Mestemacher auch hier den ersten Platz belegte. Platz 2 teilten sich bei gleicher Punktzahl Prünte und Davert.

Hier die Auswertung:

1. Mestemacher, 54 Punkte
2. Prünte, 46 Punkte
2. Davert, 46 Punkte
4. Haverland, 44 Punkte
5. Holtermann, 43 Punkte
6. Enking, 38 Punkte

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